Sonntag, 7. März 2010

auf hoher See



T-Shirts mit Textilfarbe bedruckt fürs Patenkind, das bald seinen ersten Geburtstag hat und das weiße Shirt bekommt. Den anderen beiden Shirts ist es schon entwachsen, also suchen die noch andere Besitzer. Aber da werden sich schon welche finden, auch wenn zur Zeit am Horizont weit und breit kein neues Baby in Sicht ist.

Freitag, 5. März 2010

Thuja und Matratzenstich



Thuja war ein sehr störrisches Paar Socken und bestimmt sind sie für meinen Bruder. Ursprünglich sollten sie ein Geburtstagsgeschenk (November) werden, dann hab ich mich zu Weihnachten überredet und schließlich ist es Anfang März geworden. Hoffentlich sind sie jetzt auch im alltäglichen Getragenwerden so zäh wie in der Herstellung.

Muster: Thuja aus knitty.com
Wolle: Wollmeise Sockenwolle in der Farbe Birkenrinde, an sich schön, aber für dezente Brudersocken zu spaceig, deshalb schwarz überfärbt.
Nadeln: KnitPicks Nr. 2,75


Und noch ein zweites Paar Socken ist fertig, nämlich sehr kuschelige Industriesocken in dunkelgrau und aus weicher Merino-Sockenwollmischung. Ein bißchen ungewöhnlich, im Handstrick-Blog Industriesocken zu zeigen (und solche Socken überhaupt selbst zu bearbeiten!). Aber erstens sind es keine reinen Industriesocken, sondern zwar in Industrietechnik, aber auf einer Museums-Rundstrickmaschine hergestellt und zweitens konnte ich an diesem Projektchen den mir bisher so verhassten Matratzenstich lernen.

Die museale Rundstrickmaschine strickt die Socken von Bund bis Spitze, aber sie macht keine fertige Socke. Die letzte Naht muss dann mit einer extra Kettelmaschine gestrickt oder eben von Hand genäht werden. Dazu wird erstmal das weiße Hilfsgestricks aufgetrennt und dann die offen liegenden Maschen einzeln zusammengenäht. Damit entsteht eine - je nach Können - kaum sichtbare Naht oben auf den Zehen.

Samstag, 20. Februar 2010

Hanami



Hanami soll mich auf den Frühling einstimmen. Oder noch besser: ihn herholen. Wenn ich ganz auf die Farben und die weiche Wolle (Alpaca-Lace mit Spezialfärbung vom Schneeschaf) konzentriert bin, dann sehe ich fast schon die noch nicht gestrickten Blütenblätter wirbeln. Herrlich! Muster und Wolle machen richtig Spaß. Ein oder zwei Reihen vor dem Schlafengehen sind genau so entspannend wie ein Feierabendbier. Freu mich schon sehr aufs Ergebnis.



Über mangelnde Unterstützung beim Stricken kann ich mich nicht beklagen. Das Katzerl ist immer sehr interessiert und hilfsbereit: hier als Model.

Handspindeln deluxe



Was für ein Glück, einen Kollegen zu haben, der drechseln kann, weiß wie eine Spindel aussieht und mir gleich drei davon baut! Eine ist schöner als die andere und alle drei sind so glatt poliert, dass sie butterweich in der Hand liegen. Drei Stück deshab, um zu testen, welche Maße und Gewichte die Optimalspindel ergeben. Ich fand und finde die Kiki-Spindel so überzeugend, dass sie auch Pate für die neuen Spindeln stand, mit denen wir ein bißchen rumprobieret haben, ob´s nicht doch noch ein besseres Verhältnis von Maß und Gewicht gibt.


Mein persönliches Fazit ist:

Gewicht: zwischen dem Vorbild und der großen neuen Spindel, die endlos läuft, aber mit der Zeit recht schwer wird; > 150g.

Tellerdurchmesser: mind. 10 cm für schön viel Fliehkraft, und nicht zu dick: 1cm ist gut.

Stablänge: 30cm. besser nicht zu lange, sonst taumelt die Spindel leicht.

Samstag, 6. Februar 2010

Elizabeth


Mein aktuelles größeres Srickprojekt ist eine Jacke aus Heartfelt von Kim Hargreaves. Aus dem Buch könnte ich fast alles stricken, stelle ich immer wieder fest. Für den Anfang ist es Elizabeth geworden. Erstens, weil ich einen Blazer brauche und zweitens, weil ich schon ziemlich lange eine Anleitung für meine Rowan Tweed Chunky suche.

Die Sommerjacke wird bei mir zu einer Wintervariante – leider mit viel Rechnerei, weil sich durch das dickere Garn alle Maschenangaben ändern. So hat die Jacke aber viel mehr Stand, was mit um einiges besser gefällt als auf der Abbildung des Originals. Besonders gut am Schnitt finde ich die Details: Schößchen, abgerundeter Saum, Trompetenärmel und Kragen mit Revers.

Aktueller Stand: noch ein Ärmel fehlt und dann noch das Zusammennähen und Konfektionieren.



Katze Minna


Vor einer Woche ist Katze Minna bei mir eingezogen und hat meine Wohnung und meine Wolle in Besitz genommen. Sie ist so dermaßen zutraulich, dass ich von einer Eingewöhnungsphase gar nichts bemerkt habe. Ganz klein ist sie nicht mehr, aber schon noch sehr verspielt und sie ist lustigerweise immer genau da, wo ich auch hantiere, also oben am Spülbecken und auf der Anleitung. Hin und wieder pest sie durch meine Miniwohnung, haarscharf vorbei an allem, was da so am Boden steht, so dass mir ganz zweierlei wird. Es ist aber bisher noch nichts zu Bruch gegangen. Außerdem ist das Katzerl fast immer so putzig, dass ich ihr nicht wirklich böse sein kann.


Sonntag, 31. Januar 2010

tim







So langsam tauche ich wieder aus der Versenknung auf. Am 20. Januar hat nämlich das Textil- und Industriemuseum in Augsburg mit Modenschau, Theater und Konzert seine Pforten geöffnet und seitdem gibts dort eine ganze Menge über Stricken, Spinnen, Rohstoffe und Mode zu sehen. Schaut mal hier und natürlich am besten in echt, was wir draus gemacht haben. Ihr seid herzlich eingeladen!